Losung des Tages

Losung vom 20.4.2018

  • /Salomo sprach:/ Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

    1.Könige 8,27

  • Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.

    1.Johannes 4,12

 

Was gibts neues?

 

Der Ökumenische Gesprächskreis

Der ökumenische Gesprächskreis trifft sich seit 2002 im Abstand von ca. 4 Wochen im evangelischen Gemeindehaus. Die Termine werden dabei nach Absprache vereinbart. Meistens finden sich 10 bis 15 gesprächsinteressierte Mitglieder zu den Terminen zusammen. Wir sind katholisch, evangelisch und orthodox. Beginn und Abschluss des Gesprächsabends bilden Lieder und Gebete. Alles, was dazwischen geschieht, ist sehr vielfältig geworden.

Das erste Thema, dem der Gesprächskreis sich widmete, war das Buch von Jörg Zink „Die eine Kirche, wann endlich?“ Anhand dieses Buches sprachen wir über unsere eigenen Konfessionen, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Mehrere Gesprächsabende lernten wir so einander kennen. An dem offenen Umgang mit dem Thema und an der wachsenden Gesprächskultur untereinander hatten wir Gefallen gefunden. Als das Buch von Jörg Zink ausgelesen und viele Fragen beantwortet waren, suchten wir uns neue Themen.

Was uns in jedem Fall einte, war das Christsein – und zwar in einem traditionell religionsverdrängenden Alltag. Christsein im Familienleben, in der Erziehung und Arbeitsalltag wurden Themen weiterer Abende.

Im Mittelpunkt steht dabei stets die Bibel. An vielen Abenden finden wir uns zusammen, um in der Bibel zu lesen und das Gelesene zu durchdenken. Manchmal schlägt jemand eine Bibelstelle vor und bereitet dann den Abend mit eigenen Gedanken vor. Wir haben auch schon einander Bibelstellen vorgestellt, die uns Schwierigkeiten bereiten, uns diese Stellen dann gemeinsam angeschaut, sie kontrovers diskutiert und haben dabei ganz neue Sichtweisen gewonnen.

Wir kochten rote Linsensuppe auf orientalische Art, lasen dazu die Geschichte von Jakob und Esau (das „Linsengericht“), entdeckten neue Einblicke in eine vertraute Geschichte und aßen im Anschluss gemeinsam unser eigenes Linsengericht.

Der Gesprächskreis ließ sich von unserer Kantorin mit auf eine interessante Entdeckungsreise durch das evangelische Kirchengesangbuch nehmen; ein anderes Mal stellten wir einander unsere Lieblingslieder aus dem EKG und dem Gotteslob vor. Einmal galt es auch, einen Gottesdienst zu gestalten.

Manchmal luden wir Gäste für einen Abend ein, wie z.B. eine katholische Religionslehrerin, die über ihre Arbeit berichtete. Mehrfach war auch die Lage im Nahen Osten Thema, wobei deutlich wurde, wie beängstigend ernst die komplizierte Lage für die christliche Minderheit in den arabischen Ländern ist.

Hin und wieder organisieren wir einen Ausflug. So besuchten wir z.B. einen jüdischen Gottesdienst in Berlin und das Bonhoefferhaus. Zu den meisten Ausflugszielen hat ein Mitglied einen besonderen Bezug; z.B. durch die dort verbrachte Kindheit oder durch die Arbeit. Auf diese Art hatten wir immer orts- und sachkundige Reiseleiter, als wir Brandenburg, Fürstenberg, Bernau und Lobetal und die Kirchen in diesen Orten besuchten.

Viele weitere bereichernde Begegnungen haben wir miteinander erlebt, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Wir sind sicher, dass noch viele Erlebnisse folgen werden. Wer neugierig, offen und gesprächsbereit ist, ist herzlich eingeladen!

Imad und Martina al Diban